Branchenexperten haben gewarnt, dass es Wochen dauern wird, den Rückstau von Schiffen in der Straße von Hormuz abzubauen, trotz der kürzlichen Vereinbarung zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian zur Wiedereröffnung der Wasserstraße.
Die Ölpreise fielen zunächst unter 80 US-Dollar pro Barrel, da Händler eine Wiederherstellung des Angebots nach monatelangen Störungen aufgrund des Konflikts erwarteten. Die tatsächliche Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs wird jedoch durch ungelöste logistische und Sicherheitsfragen kompliziert.
Adam Sharpe von Lloyd's List Intelligence bemerkte, dass ein schrittweiser Neustart wahrscheinlich ist, wobei erhebliche Fragen zu Genehmigungen, Servicegebühren und Sicherheitsmaßnahmen bestehen bleiben.
Kpler schätzt, dass derzeit 118 Tanker im Persischen Golf feststecken, und während der Rückstau in 10 bis 15 Tagen abgebaut werden könnte, könnte eine vollständige Erholung des Schiffsvolumens länger dauern.
Goldman Sachs hat seine Ölpreisprognosen nach unten angepasst, was die erwartete Angebotswiederherstellung widerspiegelt, warnt jedoch, dass die Preise volatil bleiben könnten, während der Markt sich an die Wiedereröffnung und die damit verbundenen Komplikationen zur Gewährleistung eines sicheren Transits anpasst.
Insgesamt hebt die Situation die Fragilität der Öl-Lieferketten und das Potenzial für anhaltenden Preisdruck hervor, während der Markt diese Herausforderungen bewältigt.