Am 16. Juni erlebten südkoreanische Rüstungsaktien erhebliche Gewinne, wobei Hanwha Aerospace um 11,8 %, Hyundai Rotem um 12,67 % und LIG Defense & Aerospace sich dem 30 %-Limitgewinn im Kospi-Index näherte.
Dieser Anstieg wird auf die Erwartungen zurückgeführt, dass sich die Rüstungsexportpipelines wieder öffnen und die Aufträge aus dem Nahen Osten zunehmen, da der Konflikt im Iran anscheinend zu Ende geht. Analysten von Mirae Asset Securities und DS Investment and Securities hoben hervor, dass das Ende des Krieges als 'positiver Katalysator' für die südkoreanische Rüstungsindustrie wirken könnte.
Besonders hervorzuheben ist, dass das Cheongung-Luftverteidigungssystem von LIG, das eine vergleichbare Leistung wie der US-PAC-3-Interceptor zu deutlich niedrigeren Kosten gezeigt hat, möglicherweise wieder auf Interesse stoßen wird.
Darüber hinaus werden die ins Stocken geratenen Verhandlungen von Hanwha Aerospace mit Saudi-Arabien und die Pläne von Hyundai Rotem, 250 K2-Hauptkampfpanzer nach Irak zu exportieren, als vielversprechende Indikatoren für zukünftige Verträge angesehen.
Vikas Pershad von M & G Investments betonte, dass die Rüstungsausgaben zunehmend von langfristigen strategischen Faktoren beeinflusst werden, was auf eine anhaltende Nachfrage nach südkoreanischen Rüstungsprodukten über unmittelbare geopolitische Ereignisse hinaus hindeutet.