Investoren waren zögerlich, sich mit Midstream-Aktien zu beschäftigen, angesichts der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten, aber die Analyse von Morgan Stanley deutet darauf hin, dass sich Chancen ergeben könnten.
Nach der Ankündigung von Präsident Trump über ein Memorandum of Understanding zwischen den USA und dem Iran sind die Ölpreise gefallen, wobei die Futures für West Texas Intermediate Rohöl auf 75,52 $ pro Barrel gesunken sind, dem niedrigsten Stand seit Anfang März.
Analyst Robert Kad bemerkte, dass die Deeskalation kurzfristig zu Verkaufsdruck bei Energiewerten führen könnte, der globale Ölmarkt jedoch mit ausgeprägten Defiziten konfrontiert ist, was darauf hindeutet, dass eine vollständige Normalisierung der Handelsströme möglicherweise erst Ende 2026 oder Anfang 2027 erfolgen könnte.
Dieses Szenario könnte zu höheren Rohölpreisen im mittleren Zyklus führen. Kads Team prognostiziert eine mediane Gesamtrendite von 19,9 % für Midstream-Infrastrukturaktien über ein Jahr, bei einer Dividendenrendite von 4,7 %.
Unter den hervorgehobenen Aktien ist Targa Resources eine Top-Empfehlung mit einem Kursziel von 331 $, was ein Aufwärtspotenzial von 26 % bedeutet, unterstützt durch eine starke Bilanz und erhöhte Dividenden.
Oneok wird ebenfalls mit Übergewicht bewertet, mit einem Kursziel von 113 $, was ein Aufwärtspotenzial von 29 % widerspiegelt, gestützt durch strategische Übernahmen und Wachstumspotenzial im Permian Basin. WaterBridge Infrastructure, mit einem Kursziel von 38 $, deutet auf ein Aufwärtspotenzial von 18 % hin und wird für sein hohes EBITDA-Wachstumspotenzial hervorgehoben.
Insgesamt deuten die Erkenntnisse von Morgan Stanley auf eine positive Perspektive für ausgewählte Midstream-Aktien hin, insbesondere während sie sich in den aktuellen Marktbedingungen bewegen.