Pakistans Engagement als Friedensstifter im Iran-Krieg hat sein diplomatisches Profil erheblich gesteigert und Lob von US-Beamten, einschließlich Vizepräsident JD Vance, erhalten. Das Land, das eine 900 Kilometer lange Grenze mit dem Iran teilt und eine große schiitische Bevölkerung hat, ist besonders anfällig für die Auswirkungen des Krieges, die bereits seine Wirtschaft belastet haben.
Experten betonen, dass Pakistans Motivation, den Konflikt zu beenden, durch den Wunsch getrieben wird, Spillover-Effekte zu verhindern und die Beziehungen zu den USA zu stärken. Trotz des Lobes bleibt Pakistans Wirtschaft in einer kritischen Lage, da es aufgrund anhaltender Haushaltsdefizite und hoher Staatsverschuldung auf 24 Rettungspakete des Internationalen Währungsfonds angewiesen war.
Der IWF hat Pakistan aufgefordert, strukturelle Reformen umzusetzen, doch die bedeutende Rolle des Militärs in der Wirtschaft erschwert die Generierung von Steuereinnahmen.
Während die jüngsten Friedensgespräche zu günstigen Kreditkonditionen von Golfstaaten oder Sicherheitshilfe von den USA führen könnten, spiegelt das Fehlen substantieller Investitionszusagen die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen Pakistans wider. Die Inflation ist gestiegen und erreichte im Mai 11,7%, was die Kaufkraft der Haushalte weiter unter Druck setzt.
Analysten prognostizieren, dass ohne die Lösung grundlegender wirtschaftlicher Probleme die positiven diplomatischen Entwicklungen möglicherweise nicht in bedeutende wirtschaftliche Unterstützung von den USA oder anderen Verbündeten umgesetzt werden können.