Die jüngste Eskalation der Feindseligkeiten im Nahen Osten, insbesondere nach den Angriffen des US-Zentralkommandos auf iranische Militärziele, hat zu einer Neubewertung unter den Investoren hinsichtlich der Dauer und der Auswirkungen des Konflikts geführt.
Da der Iran mit Angriffen auf Golfstaaten reagiert, verschiebt sich der Markt von der Erwartung eines Waffenstillstands hin zu einer Vorbereitung auf einen 'langen Grind' intermittierender Konflikte.
Obwohl die Ölpreise aufgrund verschiedener Markt-Puffer unter 100 USD pro Barrel geblieben sind, wird erwartet, dass die anhaltende Situation die Energiekosten hoch hält und auch die Kreditkosten beeinflusst.
Billy Leung, ein Investmentstratege bei Global X ETFs, betonte, dass der Konflikt nicht mehr als vorübergehender Inflationsschock angesehen wird, sondern als ein Szenario, das von den Investoren höhere Prämien für geopolitische Risiken verlangen wird.
Dieses Gefühl wird von Benjamin Jones von Invesco geteilt, der feststellte, dass sich die Aktienmärkte während geopolitischer Spannungen typischerweise verkaufen und dann erholen, was darauf hindeutet, dass es klug sein könnte, investiert zu bleiben.
Fitch Ratings hat seinen Ausblick auf den globalen Staatssektor herabgestuft, was darauf hindeutet, dass der Konflikt das globale Wachstum schwächen und die Inflation sowie die Anleiherenditen erhöhen könnte. Die Pattsituation zwischen den USA und dem Iran deutet darauf hin, dass der Konflikt anhalten könnte, was die Investitionslandschaft weiter kompliziert.