Indien wird derzeit als rückständig im globalen KI-Rennen angesehen, insbesondere in der Entwicklung von KI-fähigen Robotern, wo China und die USA führend sind. Das Land nutzt jedoch seine umfangreiche Arbeitskräfte und niedrigeren Löhne, um menschliche Daten zur Schulung von Robotern bereitzustellen.
Arbeiter wie Tanisha Reddy werden rekrutiert, um Videos aus der Ich-Perspektive von alltäglichen Aufgaben zu erstellen, die entscheidend sind, um Robotern beizubringen, wie sie in realen Umgebungen agieren können. Unternehmen wie Qanat Consulting Services entstehen, um diese Datensammlung zu erleichtern, wobei sie hauptsächlich Kunden in den USA und China bedienen.
Der Markt für Robotik wird voraussichtlich erheblich wachsen, wobei Barclays schätzt, dass der Markt für humanoide Roboter in weniger als einem Jahrzehnt 200 Milliarden Dollar erreichen könnte, und Morgan Stanley prognostiziert, dass er bis 2050 über 5 Billionen Dollar überschreiten wird.
Trotz dieses Wachstums hat die zunehmende Anzahl von Wettbewerbern zu einem Rückgang der Vertragspreise für Datensammler geführt, die Berichten zufolge in den letzten Monaten halbiert wurden. Um relevant zu bleiben, müssen indische Unternehmen sich von bloßen Datensammlern zu wertvolleren Datenkonvertern weiterentwickeln.
Startups wie Neocambrian AI und Humyn Labs arbeiten bereits an innovativen Ansätzen zur Datensammlung und -verarbeitung, mit dem Ziel, wertvolle Datensätze zu erstellen, die die Geschicklichkeit und Funktionalität von Robotern verbessern können.
Mit der Reifung des Marktes könnte sich Indiens Rolle von der Datensammlung zur Entwicklung der Betriebssysteme für Roboter verschieben, ähnlich wie der historische Erfolg im IT-Sektor.