Das Bureau of Labor Statistics berichtete, dass der Verbraucherpreisindex im Juli um 0,1 % gestiegen ist, was zu einer jährlichen Inflationsrate von 3,4 % führte, während die Kerninflation, die Lebensmittel und Energie ausschließt, um 0,2 % auf 2,5 % anstieg. Diese Zahlen deuten auf eine Mäßigung des Inflationsdrucks hin, insbesondere nach zwei Monaten mit niedrigeren Werten.
Der Rückgang des VPI-Energieindex, der seit seinem Höchststand im Mai um 7 % gefallen ist, hat erheblich zu diesem Trend beigetragen. Jüngste Anstiege der Rohölpreise, die in der vergangenen Woche um 10 % gestiegen sind, könnten Risiken für die bevorstehenden CPI-Daten im August darstellen.
Die Unterkunftskosten, ein wesentlicher Bestandteil des CPI, haben ebenfalls eine gewisse Stabilisierung gezeigt, mit einem Anstieg von lediglich 0,1 % in den letzten zwei Monaten, hauptsächlich aufgrund von Rückgängen in der Kategorie Unterkunft. Trotz dieser positiven Anzeichen bleibt das Gesamtbild der Inflation von geopolitischen Spannungen im Nahen Osten beeinflusst.
Infolgedessen haben Händler ihre Erwartungen für Zinserhöhungen der Federal Reserve angepasst und rechnen nun nur noch mit einer 38 %igen Wahrscheinlichkeit für eine Erhöhung bei der Sitzung im September, im Vergleich zu 70 % vor einem Monat.
Ökonomen von Allianz Trade und Bank of America stellten fest, dass die milden Inflationsdaten zwar den Druck auf die Fed verringern könnten, jedoch auch die Möglichkeit erhöhen, Zinserhöhungen bis Dezember zu verschieben.
Der Juli-VPI-Bericht wird als entscheidender Indikator vor der Entscheidung des Federal Open Market Committee angesehen, aber sein Einfluss auf die Haltung der Fed könnte aufgrund widersprüchlicher wirtschaftlicher Signale begrenzt sein.