Am 16. September 2026 stimmte das Offenmarktausschuss der Federal Reserve einstimmig für eine Erhöhung des Leitzinses um 25 Basispunkte, wodurch der Zielbereich auf 3,75%-4% angehoben wurde. Diese Entscheidung wurde von den Märkten weitgehend erwartet, die eine Wahrscheinlichkeit von über 90% für eine Erhöhung eingepreist hatten.
Die Erklärung der Fed betonte, dass die Inflation weiterhin hoch bleibt und dass diese politische Maßnahme darauf abzielt, eine Rückkehr zum Inflationsziel von 2% zu unterstützen. Aktualisierte Prognosen zeigen, dass die Mehrheit der Beamten in diesem Jahr mindestens eine weitere Zinserhöhung erwartet, wobei einige sogar zwei antizipieren.
Die Fed hat auch ihre Inflationsprognosen für 2026 angepasst und rechnet nun mit einem Preisindex für persönliche Konsumausgaben von 3,7% und einem Kernwert von 3,4%. Die Aussichten des Ausschusses spiegeln Bedenken über anhaltende Inflation wider, insbesondere aufgrund steigender Energiepreise und potenzieller inflationärer Druck durch erhöhte Investitionen in künstliche Intelligenz.
Nach der Ankündigung stieg der S&P 500, und die Renditen von Staatsanleihen erlebten Schwankungen, wobei die 10-jährigen Anleihen seit Ende August erheblich gestiegen sind. Auch die Kreditkosten sind gestiegen, was sich beispielsweise in einem Anstieg des 30-jährigen Festzins-Hypothekenzinses auf 7,19% zeigt.
Die Maßnahmen und Prognosen der Fed deuten auf einen vorsichtigen Ansatz zur Inflationsbewältigung hin, während sie einen stabilisierenden Arbeitsmarkt navigiert.