Chinas Großhandelsinflation übertrifft im August die Erwartungen aufgrund steigender Rohstoffkosten und Technologienachfrage

09/08/2026, 08:35 PM forecast finance

Im August stieg der Produzentenpreisindex (PPI) Chinas um 3,8 % und übertraf damit die Erwartungen der Ökonomen von 3,6 % sowie den Anstieg von 3,5 % im Juli. Dieser Anstieg wird auf höhere globale Rohstoffpreise und einen günstigen Basiseffekt zurückgeführt, nicht auf einen signifikanten Anstieg der inländischen Nachfrage, die weiterhin schwach bleibt.

Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresvergleich um 0,8 % und entsprechen den Prognosen, was eine Beschleunigung gegenüber dem Anstieg von 0,5 % im Juli zeigt. Der Kernverbraucherpreisindex (CPI), der Lebensmittel und Energie ausschließt, stieg auf 1 % und deutet auf einen leichten inflatorischen Druck hin.

Dong Lijuan, Chefstatistiker des Nationalen Statistikamts, bemerkte, dass die Inflationsrückkehr von volatilen globalen Rohstoffpreisen und saisonalen Preiserhöhungen bei Lebensmitteln beeinflusst wird.

Nguyen Hoang Nam von Capital Economics wies jedoch darauf hin, dass die Inflation an den Fabriktoren hauptsächlich im Energiesektor zu beobachten ist, während die Preise für Konsumgüter weiterhin sinken, was auf eine schwache Nachfrage und Überkapazitäten hinweist. Die Preise für Elektronik stiegen aufgrund globaler Engpässe bei Speicherchips.

Ausblickend erwartet Nam eine mögliche Entspannung sowohl der Verbraucher- als auch der Produzentenpreisinflation, wenn sich die Energieflüsse stabilisieren.

Die Danske Bank hat ihre Prognose für das BIP-Wachstum Chinas auf 4,6 % für 2026 nach unten korrigiert und verweist auf enttäuschende Verbraucherdaten und eine schleppende Binnenwirtschaft, die durch fallende Immobilienpreise und schwache Verbraucher-Ausgaben gekennzeichnet ist.

Die Jugendarbeitslosenquote erreichte im Juli 17,9 %, den höchsten Stand seit August 2025, was die wirtschaftlichen Herausforderungen, vor denen China steht, weiter verdeutlicht.

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