Im Jahr 1914 versuchte das Vereinigte Königreich, seine Kriegsanstrengungen durch Kriegsanleihen zu finanzieren, die einen Kupon von 3,5 % versprachen, aber letztendlich nur 91 Millionen Pfund von den angestrebten 350 Millionen Pfund einbrachten. Die Bank von England deckte die Lücke und hielt diese Informationen jahrzehntelang geheim.
Ein zweiter Versuch im Jahr 1917, geleitet von Kanzler David Lloyd George, zielte darauf ab, 2,5 Milliarden Pfund zu sammeln, führte jedoch zu erheblichen Verlusten für die Investoren, wobei die ursprüngliche Investition von 100 Pfund bis 2014 nur noch etwa 2 Pfund wert war.
Diese Geschichte ist wieder aufgeflammt, da Premierminister Andy Burnham in Erwägung zieht, neue Kriegsanleihen zur Finanzierung der Verteidigungsausgaben auszugeben, ein Konzept, das von Kanzler John Healey und dem ehemaligen Ökonomen der Bank von England, Andy Haldane, unterstützt wird.
Kritiker wie Rishi Sunak warnen jedoch, dass solche Anleihen lediglich eine weitere Form der Verschuldung darstellen und das Vertrauen der Märkte auf die Probe stellen könnten. Investoren wird geraten, Renditen über Steuervergünstigungen zu priorisieren, wenn sie solche Optionen in Betracht ziehen.