Der Biotechnologiesektor hat eine bemerkenswerte Wiederbelebung erlebt, wobei der State Street SPDR S & P Biotech ETF (XBI) um fast 80 % gestiegen ist und der iShares Biotechnology ETF (IBB) im vergangenen Jahr über 40 % gewonnen hat, was die 19 %ige Steigerung des S&P 500 deutlich übertrifft.
Investoren bleiben optimistisch, insbesondere aufgrund des bevorstehenden Ablaufs von Patenten großer Pharmaunternehmen, was die Fusionen- und Übernahmeaktivitäten ankurbeln könnte. Evan McCulloch, leitender Portfoliomanager des Franklin Biotechnology Discovery Fund (FBDIX), betonte, dass M&A-Aktivitäten ein entscheidender Treiber für das Wachstum des Sektors sind.
Der Fonds hat sich gut entwickelt und rangiert über mehrere Zeiträume im obersten Quartil, und liegt derzeit um mehr als 18 % im Plus seit Jahresbeginn.
McCulloch ist besonders optimistisch bezüglich Revolution Medicines, deren Aktien in diesem Jahr um 130 % gestiegen sind, nachdem positive Ergebnisse aus Phase-3-Studien für das Medikament gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs, daraxonrasib, veröffentlicht wurden, das voraussichtlich bald die FDA-Zulassung erhalten wird.
McCulloch verfolgt jedoch einen vorsichtigeren Ansatz bei der Auswahl von Positionen, da viele Mid-Cap-Aktien nach der jüngsten Rallye fair bewertet erscheinen. Matt Bartolini von State Street Investment Management warnte, dass der XBI zwar gut abgeschnitten hat, aber weiterhin volatil bleibt, mit einer einjährigen Standardabweichung von 19 % im Vergleich zu 13 % für den S&P 500.
Trotz potenzieller Volatilität werden sich verbessernde M&A-Trends und die Ausrichtung des Sektors auf Fortschritte in der künstlichen Intelligenz als positive Indikatoren für zukünftiges Wachstum erweisen.
Douglas Yones, CEO von Direxion, äußerte Vertrauen in das langfristige Wachstum des Biotechnologiesektors und erwartet einen geometrischen Anstieg der Fortschritte im Gesundheitswesen und in der Pharmaindustrie in den nächsten fünf bis zehn Jahren.