Ökonomen stellen Indonesiens ehrgeizige Wachstumsziele angesichts fiskalischer Bedenken in Frage

08/25/2026, 10:35 PM forecast

Die indonesische Regierung unter Präsident Prabowo Subianto strebt an, das Wirtschaftswachstum bis 2027 auf 6 % zu beschleunigen und gleichzeitig ein fiskalisches Defizit von 2,4 % des BIP aufrechtzuerhalten. Dieses Ziel liegt deutlich über der durchschnittlichen Wachstumsrate des Landes von etwa 5 % in den letzten zehn Jahren.

Ökonomen, darunter Ashok Bhundia vom Institute of International Finance, äußern Bedenken, dass diese Ziele zu ehrgeizig sind und möglicherweise einen unerwarteten Anstieg der Rohstoffpreise erfordern, um realisiert zu werden.

Hintergrund ist eine bevorstehende Überprüfung durch MSCI bezüglich des Marktstatus Indonesiens, mit der Befürchtung einer Herabstufung auf den Status eines Frontier-Marktes aufgrund von Problemen mit den fiskalischen Ausgaben und Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Zentralbank nach den jüngsten Führungswechseln.

Der indonesische Rupiah hat zudem ein Rekordtief gegenüber dem Dollar erreicht, was zur wirtschaftlichen Unsicherheit beiträgt. Analysten wie Gareth Leather von Capital Economics und Yanuar Rizky vom Bright Institute heben die Herausforderungen hervor, die durch die fragile Kaufkraft der Verbraucher und die Auswirkungen des wirtschaftlichen Rückgangs in China auf die Exporte entstehen.

Während investitionsgetriebene Reformen, insbesondere im Bereich der Solarenergie, als potenzielle Wachstumswege angesehen werden, könnte die gesamte fiskalische Strategie strenge Einnahmengenerierung und Schuldenmanagement erfordern, um die ehrgeizigen Ziele der Regierung zu erreichen.

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