Richard Saynor, CEO von Sandoz, äußerte Bedenken während eines Interviews mit CNBC bezüglich der von Präsident Trump vorgeschlagenen Zölle auf importierte Generika, die bis 2029 bis zu 200% erreichen könnten.
Er betonte, dass letztendlich die Patienten die finanzielle Last dieser Zölle tragen würden, da Hersteller entweder die Preise erhöhen oder die Lieferung bestimmter Medikamente einstellen würden. Derzeit machen Generika etwa 90% der Verschreibungen in den USA aus, sie repräsentieren jedoch einen kleineren Anteil der gesamten Arzneimittelausgaben aufgrund ihrer niedrigeren Preise.
Sandoz, das etwa 25% seines Umsatzes in Nordamerika erzielt, positioniert sich, um von einer Welle von Patentausläufen zu profitieren, mit dem Ziel, seinen Nettoumsatz bis 2035 zu verdoppeln und sein Biosimilars-Portfolio erheblich auszubauen.
Analysten haben gemischte Ansichten zu den Zielen von Sandoz, wobei einige anmerken, dass die Ziele für 2035 ehrgeizig sind, insbesondere im Hinblick auf bevorstehende Biosimilar-Einführungen. Das Unternehmen sieht auch Potenzial im Markt für GLP-1-Medikamente, der erhebliche Einnahmen bringen könnte, obwohl die genauen Zahlen ungewiss bleiben.
Insgesamt unterstreichen die vorgeschlagenen Zölle und die strategischen Pläne von Sandoz die sich entwickelnde Landschaft der Pharmaindustrie und die Herausforderungen, die durch regulatorische Änderungen entstehen.