Das McKinsey-Institut für wirtschaftliche Mobilität und die W.K. Kellogg-Stiftung führten eine Umfrage unter 30.000 Amerikanern durch, die ergab, dass die Erschwinglichkeit, insbesondere bei Lebensmittelpreisen, ein kritisches Problem darstellt, das die wirtschaftliche Mobilität beeinträchtigt.
John-Paul Julien von McKinsey betonte, dass die steigenden Lebenshaltungskosten eine gemeinsame Herausforderung sind, wobei die Verbraucherpreise im Juni einen leichten Rückgang zeigten, die Lebensmittelkosten jedoch weiter anstiegen und einen Anstieg von 3 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten.
Eine Analyse des Urban Institute wies darauf hin, dass viele Familien auf Kredite und Ersparnisse zurückgreifen, um Lebensmittel zu kaufen, wobei 35 % der Erwachsenen Kreditkarten zur Bezahlung von Lebensmitteln nutzen. Diese Abhängigkeit von Krediten kann zu finanziellen Belastungen führen, insbesondere da 20 % dieser Verbraucher Guthaben haben und hohe Zinsen zahlen.
Der Bericht stellte auch einen wachsenden Trend zur Nutzung von „Jetzt kaufen, später bezahlen“-Diensten für Lebensmittel fest, wobei fast 10 % der Erwachsenen diese Option nutzen und ein erheblicher Teil Zahlungen versäumt.
Kassandra Martinchek vom Urban Institute wies darauf hin, dass der kumulative Anstieg der Lebensmittelpreise für den Heimgebrauch, der in den letzten fünf Jahren um etwa 25 % gestiegen ist, einen anhaltenden Druck auf die Haushalte ausübt, was zu höheren Schuldenlasten führt.
Diese Situation beschränkt sich nicht auf einkommensschwache Familien, da auch einige einkommensstärkere Personen mit Rückzahlungsproblemen konfrontiert sind, was auf eine weit verbreitete finanzielle Belastung in verschiedenen demografischen Gruppen hinweist.