Die Entscheidung der US-Marine, ihre Blockade der iranischen Häfen zu beenden, die von Präsident Donald Trump angeordnet wurde, markiert einen entscheidenden Moment in den US-iranischen Beziehungen und könnte erhebliche Auswirkungen auf die globalen Ölmärkte haben.
Dieser Schritt folgt einem Memorandum of Understanding, das von Trump und dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian unterzeichnet wurde und Iran verpflichtet, kommerziellen Schiffen den Transit durch die Straße von Hormuz für 60 Tage ohne Gebühren zu gestatten.
Das US-Zentralkommando bestätigte, dass die amerikanischen Streitkräfte den Schiffsverkehr nicht mehr behindern, was angesichts der Tatsache, dass die Straße von Hormuz eine wichtige Route für Öllieferungen ist, von Bedeutung ist. Vizepräsident JD Vance bemerkte, dass Iran in den letzten zwei Nächten keine Schiffe in der Straße angegriffen hat, was auf die Einhaltung der Vereinbarung hindeutet.
Das Handelsintelligenzunternehmen Kpler berichtete, dass über Nacht mehr als 12 Millionen Barrel Öl die Straße von Hormuz passiert haben, darunter drei saudische Tanker mit etwa 6 Millionen Barrel. Bevor der Konflikt eskalierte, passierten täglich etwa 14 Millionen Barrel Öl und 6 Millionen Barrel raffinierte Produkte die Straße.
Analysten prognostizieren, dass die Ölströme innerhalb von 30 Tagen fast 50 % der Vorkriegsniveaus erreichen könnten, wenn die Vereinbarung vollständig umgesetzt wird, obwohl eine vollständige Rückkehr zu den Vorkonfliktniveaus länger dauern und schrittweise erfolgen könnte, so Amrita Sen von Energy Aspects.
Diese Entwicklung ist entscheidend für Investoren, da sie die Ölpreise stabilisieren und das Vertrauen in die Ölversorgungskette wiederherstellen könnte, die durch frühere Feindseligkeiten erheblich gestört wurde.