Am Dienstag stiegen die Renditen von US-Staatsanleihen trotz eines Rückgangs der Ölpreise, was auf das Interesse der Investoren an bevorstehenden wirtschaftlichen Indikatoren hinweist. Die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe kletterte um über 3 Basispunkte auf 4,483 %, während die Rendite der 2-jährigen Anleihe ebenfalls um mehr als 3 Basispunkte auf 4,213 % anstieg.
Die Rendite der 30-jährigen Staatsanleihe verzeichnete einen geringeren Anstieg von über 1 Basispunkt und erreichte 4,919 %. Diese Bewegung der Renditen erfolgt vor der Veröffentlichung des Preisindex für persönliche Konsumausgaben im Mai am Donnerstag, der als bevorzugtes Inflationsmaß der Federal Reserve gilt.
Ökonomen erwarten, dass der Kern-PCE, der Nahrungsmittel- und Energiepreise ausschließt, einen Anstieg im Vergleich zu den April-Zahlen zeigt. Die jüngste Sitzung der Federal Reserve deutete auf eine hawkishere Haltung hin als erwartet, wobei mögliche Zinserhöhungen bereits im Oktober in Betracht gezogen werden.
Die Fed hielt den Leitzins bei 3,5%-3,75 %, aber die Streichung von Formulierungen, die auf eine Neigung zu Zinssenkungen hindeuten, signalisiert eine Wende in der politischen Richtung. Investoren beobachten die Inflationsdaten genau, da diese die Fed möglicherweise dazu veranlassen könnten, die Zinssätze früher als zuvor erwartet anzupassen.