In der Nacht von Samstag auf Sonntag nahm die spanische Polizei drei Mitglieder einer rechtsextremen Gruppe fest und setzte Gummigeschosse ein, um die Menschenmengen in Madrid zu zerstreuen, wo sich zehntausende Menschen versammelt hatten, um gegen die anhaltende Wohnungsnot zu protestieren.
Diese Unruhen wurden durch die Ablehnung vorgeschlagener Maßnahmen ausgelöst, die darauf abzielten, den öffentlichen Unmut über Wohnungsfragen zu adressieren, insbesondere nach der Räumung einer älteren Frau. Die Demonstranten äußerten Frustration über das politische System und betonten, dass die Regierung nicht angemessen auf die Bedürfnisse der Bevölkerung reagiert.
Premierminister Pedro Sanchez erwägt Berichten zufolge eine vorgezogene Wahl im November, beeinflusst durch die Stärke dieser Proteste. Während einige Demonstrationen gewalttätig wurden, mit Auseinandersetzungen in Valencia, blieben viele Proteste in 50 Städten friedlich.
Der Mieterbund hat angedeutet, dass ein allgemeiner Streik als Reaktion auf das Versagen der Regierung organisiert werden könnte, was auf eine mögliche Eskalation des öffentlichen Unmuts über die Wohnungspolitik hinweist. Die Situation ist kritisch, da sie die politische Landschaft und den Ansatz der Regierung zur Wohnungsreform in naher Zukunft beeinflussen könnte.