Die Aktien von Circle stiegen um über 12%, nachdem das U.S. Office of the Comptroller of the Currency dem Unternehmen die Genehmigung erteilt hatte, als Treuhandbank zu fungieren, was es ihm ermöglicht, die Reserven für seinen USDC-Stablecoin, der eine Umlaufmenge von über 73 Milliarden Dollar hat, direkt zu verwalten. Die neue Einheit wird Circle National Trust genannt.
Zuvor war Circle auf Drittbanken angewiesen, um das Bargeld und die Treasury-Vermögenswerte, die USDC unterstützen, zu halten, was die operative Effizienz einschränkte. Diese Genehmigung erlaubt es Circle nicht, als Geschäftsbank zu agieren, was bedeutet, dass es keine Einlagen annehmen oder Kredite vergeben kann.
Die Genehmigung steht im Einklang mit einem breiteren Trend im Kryptowährungssektor, in dem Unternehmen von finanziellen Anwendungen zu robusterer Finanzinfrastruktur übergehen.
Auch andere Unternehmen wie Coinbase und Fidelity Digital Assets haben ähnliche Genehmigungen beantragt, was auf einen wettbewerbsintensiven Wettlauf hinweist, eine regulierte Präsenz im Finanzdienstleistungsbereich zu etablieren.
Die OCC-Charta bietet Circle einen nationalen regulatorischen Rahmen, der die Einhaltung im Vergleich zu den unterschiedlichen staatlichen Vorschriften vereinfacht, die das Wachstum behindern und die Betriebskosten erhöhen können.
Der Stablecoin-Markt wird zunehmend wettbewerbsintensiv, insbesondere nach der Einführung des GENIUS Act, der die Vorschriften für digitale Vermögenswerte klärte und traditionelle Finanzinstitute dazu veranlasste, die Ausgabe eigener Stablecoins in Betracht zu ziehen.
Dieser Wandel stellt eine wettbewerbliche Bedrohung für USDC dar, da diese Unternehmen darauf abzielen, Stablecoins zu nutzen, um Kundenbeziehungen zu verbessern und neue Finanzdienstleistungen zu entwickeln.