Edelmetalle haben sich nach einer Phase des Rückgangs erholt, wobei der Spotpreis für Silber auf 59,47 $ pro Unze und der Spotpreis für Gold auf 4.119,04 $ pro Unze gestiegen ist. Analysten von ING, Warren Patterson und Ewa Manthey, führen diesen Anstieg auf Schnäppchenjagd zurück, anstatt auf bedeutende Veränderungen in der geopolitischen oder makroökonomischen Landschaft.
Trotz des jüngsten Anstiegs bleiben beide Metalle deutlich unter ihren Allzeithochs von Januar, als Gold bei 5.589,38 $/oz und Silber bei 121,67 $/oz seinen Höhepunkt erreichte. Faktoren wie höhere Zinssätze und ein stärkerer US-Dollar haben die Nachfrage nach diesen Metallen gedämpft, während steigende Ölpreise aufgrund geopolitischer Spannungen die Marktdynamik verändert haben.
Analysten von Bank of America warnen, dass Gold weiteren Rückgängen gegenüberstehen könnte, und verweisen auf ein 'Death Cross'-Muster sowie auf ein herausforderndes Marktumfeld. UBS hat auch sein Preisziel für Silber gesenkt, was darauf hindeutet, dass kurzfristige Herausforderungen bestehen bleiben könnten.
Einige Branchenführer, wie Diane Garrett von Hycroft Mining, behalten jedoch eine positive Sichtweise bei und betonen die starken Fundamentaldaten für Gold und Silber, insbesondere im Hinblick auf die anhaltenden Käufe der Zentralbanken und die doppelte Rolle von Silber als monetäres und industrielles Metall.