Während einer Pressekonferenz vor der Jahreshauptversammlung von Ryanair äußerte CEO Michael O'Leary Bedenken hinsichtlich der Möglichkeit von Preiserhöhungen bei Flugtickets aufgrund der hohen Ölpreise, die kürzlich 100 USD pro Barrel überschritten haben, amid geopolitischen Spannungen.
Er stellte fest, dass Ryanair zwar einen moderaten Rückgang der Ticketpreise für das zweite Quartal erwartet, die Aussichten für die Quartale Dezember und März jedoch ungewiss bleiben. Die Kosten für Kerosin sind auf 171 USD pro Barrel gestiegen, was einem Anstieg von 90 % im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt entspricht und die Rentabilität der Fluggesellschaften belastet.
O'Leary hatte zuvor vor möglichen Insolvenzen bei schwächeren europäischen Fluggesellschaften gewarnt, da diese mit den steigenden Kosten zu kämpfen haben. Ryanair hat einen erheblichen Teil seines Treibstoffbedarfs abgesichert, wobei 80 % für den Sommer zu 67 USD pro Barrel für 2027 abgesichert sind, jedoch nur 15 % für 2028 zu 85 USD pro Barrel.
Die Gewinne der Fluggesellschaft im ersten Quartal wurden durch einen Rückgang von 34 % beeinträchtigt, der auf verzögerte Verbraucherbuchungen im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran zurückzuführen ist, was zu einer vorübergehenden Senkung der Ticketpreise führte.
O'Leary versicherte, dass es trotz des volatilen Treibstoffmarktes keine sofortigen Preiserhöhungen oder Zuschläge geben werde.