Die jüngste Leistung von Oracle hat bei den Investoren Alarm ausgelöst, da die Aktie des Unternehmens in der vergangenen Woche um 19% fiel, was den schlimmsten wöchentlichen Rückgang seit August 2001 markiert.
Dieser Rückgang wird weitgehend auf die Sorgen über die beträchtliche Verschuldung von Oracle zurückgeführt, die im Mai bei etwa 130 Milliarden Dollar lag, sowie auf die aggressive Investition in die Infrastruktur für künstliche Intelligenz, insbesondere in Bezug auf die Verpflichtungen gegenüber OpenAI.
Das Unternehmen hat gesehen, wie seine Marktkapitalisierung um etwa 55% von einem Höchststand von 900 Milliarden Dollar im September gefallen ist, was einen breiteren Verkaufsdruck im Softwaresektor widerspiegelt, wo die Aktie von Oracle im Vergleich zum iShares Expanded Tech-Software Sector ETF, der in diesem Jahr um 16% gefallen ist, unterperformt hat.
Analysten von Evercore bleiben optimistisch und schlagen vor, dass trotz der aktuellen Turbulenzen die Nachfrage nach den Dienstleistungen von Oracle stark bleibt, wobei 71% der Analysten die Aktie empfehlen, der höchste Wert seit 15 Jahren.
Allerdings beinhaltet die Finanzstrategie von Oracle die Beschaffung von 40 Milliarden Dollar durch Schulden- und Eigenkapitalfinanzierung im Geschäftsjahr 2027, was die Bilanz weiter belasten könnte.
Das Unternehmen sieht sich auch operativen Herausforderungen gegenüber, darunter eine Reduzierung der Belegschaft um 13% und einen negativen freien Cashflow von fast 24 Milliarden Dollar im letzten Geschäftsjahr.
Während Oracle weiterhin seine Rechenzentrumsoperationen in Michigan, New Mexico und Texas ausbaut, betont es die Notwendigkeit einer disziplinierten Kapitalallokation, um das Investment-Grade-Kreditrating aufrechtzuerhalten.