Am Mittwochmorgen stiegen die Brent-Rohöl-Futures um fast 4% auf 94,23 USD, während das US-West-Texas-Intermediate-Rohöl um 3,8% auf 87,46 USD zulegte, nachdem das US-Zentralkommando die elfte Nacht in Folge Angriffe auf iranische Militärziele durchgeführt hatte.
Außenminister Marco Rubio betonte die Bedeutung der Straße von Hormuz, einer wichtigen Schifffahrtsroute für Öl, und beschuldigte den Iran, nicht ernsthaft an Verhandlungen interessiert zu sein. Die andauernden militärischen Aktionen und der Mangel an diplomatischen Fortschritten haben zu erhöhten Ängsten vor Stagflation geführt, da die Energiepreise weiter steigen.
Jim Reid von der Deutschen Bank stellte fest, dass der Fokus des Marktes wieder auf Inflation gerichtet ist, mit einer steigenden Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Federal Reserve.
Analysten von ING hoben zusätzliche Versorgungsrisiken auf den Energiemärkten hervor, insbesondere aufgrund von Störungen im Schwarzen Meer, wo das CPC-Terminal Russlands die Ölladungen aus Kasachstan aufgrund anhaltender Angriffe auf Tanker eingestellt hat. Diese Situation könnte zu erheblichen Produktionskürzungen in Kasachstan führen und die globalen Ölversorgung weiter belasten.