Die Ölpreise fielen am frühen Dienstag, wobei die Brent-Rohöl-Futures um 0,53% auf 82,74 $ sanken und die US-West-Texas-Intermediate-Futures um 0,41% auf 80,44 $ fielen. Dieser Rückgang folgt auf einen starken Verkaufsdruck am Montag und spiegelt die anhaltende Unsicherheit bezüglich des US-Iran-Abkommens wider, das darauf abzielt, den Konflikt im Nahen Osten zu lösen.
Das Abkommen, das einen 60-tägigen Waffenstillstand und die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz für die Schifffahrt umfasst, wird voraussichtlich ein zentrales Thema beim G7-Gipfel in Frankreich sein. Präsident Donald Trump bestätigte, dass der Friedensrahmen unterzeichnet wurde und deutete an, dass die Straße von Hormuz am Freitag ohne iranische Gebühren vollständig wieder geöffnet wird.
Dennoch bleiben die Tankerbetreiber vorsichtig. Jotaro Tamura, CEO von Mitsui OSK Lines, bemerkte, dass viele Reedereien die Wiederaufnahme des Transits durch die Straße abwarten könnten, bis sie sich über Sicherheit und Stabilität im Klaren sind, und betonte, dass ein einfaches Abkommen nicht ausreiche, um einen normalen Betrieb zu gewährleisten.
Diese Situation ist kritisch, da die Straße von Hormuz eine wichtige Route für die globale Öllieferung darstellt, die vor dem Konflikt etwa 20% ausmachte. Der Markt wird die Entwicklungen vom G7-Treffen und weitere Details zum Friedensabkommen genau beobachten.