Die Ölpreise fielen am Donnerstag weiter, wobei Brent-Futures bei 105,81 $ pro Barrel und US-Rohöl bei 102,14 $ pro Barrel lagen. Der Rückgang erfolgt, da die Ängste über Versorgungsunterbrechungen durch Angriffe auf die Ost-West-Pipeline Saudi-Arabiens nachlassen.
Berichten zufolge erleichtert Saudi-Arabien zusätzliche Rohöl-Lieferungen an asiatische Raffinerien durch Schiff-zu-Schiff-Transfers in der Nähe des omanischen Hafens Sohar, was dazu beiträgt, das globale Angebot zu stabilisieren.
Der US-Energieminister Chris Wright charakterisierte die Pipeline-Störung als 'kurzfristige und vorübergehende Unterbrechung' und deutete an, dass die Auswirkungen auf das Angebot nur von kurzer Dauer sein werden.
Frühere Störungen am Exportterminal im Roten Meer in Yanbu, das für die Ölexporte Saudi-Arabiens entscheidend geworden ist, hatten jedoch Besorgnis ausgelöst, nachdem die Verladungen gestoppt und einige Lieferungen nach Europa abgesagt wurden.
Peter Massabni von XS.com stellte fest, dass, während die alternativen Exportwege Saudi-Arabiens die Märkte beruhigt haben, die allgemeine Perspektive unsicher bleibt und stark von geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten beeinflusst wird.
Er warnte, dass jede Eskalation in der Region die Versorgungsprobleme verschärfen könnte, was die Inflationsrisiken hoch hält und potenziell die Anleiherenditen sowie die Geldpolitik der US-Notenbank beeinflussen könnte.