Die US-Wirtschaft verzeichnete im Juli einen überraschenden Arbeitsplatzverlust, was zu einer Veränderung der Erwartungen der Investoren hinsichtlich der Zinspolitik der Federal Reserve führte.
Nach dem Arbeitsmarktbericht stieg die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die aktuellen Zinssätze bei ihrem Treffen im September beibehält, auf 65 %, verglichen mit einer nahezu 50-50-Verteilung vor dem Bericht.
Diese Veränderung spiegelt den wachsenden Glauben wider, dass ein schwächerer Arbeitsmarkt die Fed davon abhalten könnte, die Zinsen zu erhöhen, insbesondere im Hinblick auf die jüngsten Forderungen nach Erhöhungen angesichts steigender Energiepreise, die mit geopolitischen Spannungen verbunden sind.
Die Renditen von Staatsanleihen fielen und die Aktienkurse stiegen, während die Investoren ihre Erwartungen an die Geldpolitik anpassten.
Analysten, darunter Ellen Zentner von Morgan Stanley Wealth Management, schlagen vor, dass die schwachen Beschäftigungsdaten den unmittelbaren Druck auf die Fed verringern könnten, aber die bevorstehenden Inflationsdaten entscheidend für zukünftige Zinspolitikentscheidungen sein werden.
Trotz der aktuellen Stimmung bleibt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Oktober bei 55 % und fast 75 % bis Dezember, was darauf hindeutet, dass der Kurs der Fed ungewiss bleibt und von kommenden wirtschaftlichen Indikatoren abhängt.