Mistral, ein französisches KI-Startup, gab am Dienstag bekannt, dass es 3 Milliarden Euro an Finanzierung unter der Leitung von Samsung gesichert hat, zusätzlich zu Beiträgen des Scaleup Europe Fund und PSG Equity. Diese Finanzierungsrunde hat die Bewertung von Mistral von 11,7 Milliarden Euro im letzten Jahr auf über 21 Milliarden Euro erhöht.
CEO Arthur Mensch wies darauf hin, dass das Kapital zur Verbesserung der Infrastruktur verwendet wird, einschließlich der Einrichtung von Rechenzentren und einer erhöhten Rechenkapazität, mit dem Ziel, die eigenen Rechenressourcen in den nächsten fünf Jahren zu verdoppeln.
Mistral strebt an, sich von Wettbewerbern wie OpenAI und Anthropic abzuheben, indem maßgeschneiderte KI-Lösungen angeboten werden, die auf einzelne Unternehmen zugeschnitten sind, insbesondere in Sektoren wie der Fertigung, wo bereits eine Zusammenarbeit mit ASML besteht und eine Zusammenarbeit mit Samsung geplant ist.
Mensch erwartet, dass der jährliche wiederkehrende Umsatz von Mistral in diesem Jahr 1 Milliarde Dollar überschreiten könnte, abhängig von den aktuellen Wachstumstrends. Das Unternehmen positioniert sich als nicht-US-amerikanische und nicht-chinesische Alternative im KI-Bereich, was europäischen Interessen an 'sovereigner KI' entgegenkommt und sich auf offene Gewichtungsmodelle konzentriert.
Trotz der Konkurrenz durch chinesische KI-Labore betont Mensch, dass die kommenden Modelle von Mistral hoch wettbewerbsfähig sein werden und hebt die Bedeutung von Zuverlässigkeit und langfristiger Unterstützung für europäische Unternehmen hervor.
Er wies auf die Volatilität im KI-Sektor hin und die Notwendigkeit, dass Mistral ein vertrauenswürdiger Partner für seine Kunden sein muss, um einen kontinuierlichen Zugang zu verbesserten KI-Modellen zu gewährleisten.