Die kürzliche Einführung von gehebelten Exchange Traded Funds (ETFs) für Einzelaktien in Südkorea hat erhebliche Privatanlagen angezogen, die insgesamt 14 Billionen Won (9,7 Milliarden US-Dollar) betragen und damit die ausländischen Investitionen von etwa 2 Billionen Won deutlich übertreffen.
Dieser Anstieg im spekulativen Handel hat jedoch zu hohen Verlusten für Anleger geführt, insbesondere im Kontext einer scharfen Korrektur des Kospi-Index, der in den letzten Monat um fast 35% gefallen ist. Der Rückgang wurde durch die Verluste bei großen Chip-Aktien verstärkt, wobei der KODEX SK Hynix Single Stock Leverage ETF seit seinem Höchststand am 23.
Juni um über 80% gefallen ist und das Samsung-Pendant seit dem 3. Juni um fast 75% gesunken ist. In Reaktion auf die Situation erkannte Finanzminister Koo Yun-cheol während einer parlamentarischen Sitzung die Notwendigkeit einer Entschuldigung an und wies darauf hin, dass die Einführung dieser Produkte nicht ausreichend überwacht wurde.
Darüber hinaus erwägt die Finanzdienstleistungsbehörde, den Zugang zu gehebelten ETFs nur auf professionelle Anleger zu beschränken und könnte in Betracht ziehen, den Hebelfaktor zu reduzieren, um die Volatilität zu verringern.
Diese Entwicklungen unterstreichen das Potenzial für regulatorische Änderungen im Zuge erheblicher Verluste für Anleger und die Notwendigkeit einer größeren Vorsicht beim Handel mit gehebelten Finanzprodukten.