Japans Exporte steigen im Mai um 17%, angetrieben von starker Nachfrage nach Halbleitern und Autos

06/16/2026, 05:36 PM growth ai auto

Im Mai wuchsen Japans Exporte im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres bemerkenswert um 17% und übertrafen damit die Erwartungen der Ökonomen von 16,2%.

Dieses Wachstum wurde hauptsächlich durch einen Anstieg der Halbleiterexporte um 61,2% angetrieben, der auf die gestiegene Nachfrage nach Technologien der künstlichen Intelligenz zurückzuführen ist, sowie durch einen Anstieg der Autoexporte um 16,4%.

Bemerkenswert ist, dass die Exporte nach China, Japans größtem Handelspartner, um 17,9% zunahmen, während die Lieferungen in die USA um 12,5% stiegen. Allerdings sanken die Exporte in den Nahen Osten um 32% aufgrund des anhaltenden Konflikts zwischen den USA und dem Iran.

Auf der Importseite verzeichnete Japan einen Anstieg von 12,5%, der zwar signifikant war, jedoch hinter den erwarteten 12,8% zurückblieb. Der gesamtwirtschaftliche Kontext wird durch ein sequenzielles Wachstum der japanischen Wirtschaft um 0,5% im ersten Quartal und eine annualisierte Wachstumsrate von 1,8% gestützt.

Diese Daten folgen auf die kürzliche Entscheidung der Bank von Japan, ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 1% zu erhöhen, den höchsten Stand seit über 30 Jahren, als Reaktion auf die steigende Inflation und einen schwachen Yen.

Während ein schwächerer Yen die Exportwettbewerbsfähigkeit verbessern kann, wirft er auch Bedenken hinsichtlich der importierten Inflation und der inländischen Kaufkraft auf. Nach der Veröffentlichung dieser Daten fiel der Nikkei 225-Index Japans um 0,5%, und der Yen wurde mit 160,4 gegenüber dem US-Dollar gehandelt.

Darüber hinaus deutete die Reuters Tankan-Umfrage auf eine verbesserte Geschäftsstimmung unter großen Herstellern hin, wobei der Index im Juni auf +13 stieg, was auf eine positive Perspektive unter den Unternehmen hindeutet.

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