Johnson & Johnson gab einen wegweisenden Vergleich in Höhe von schätzungsweise 5,5 Milliarden Dollar bekannt, um zehntausende Klagen zu lösen, die behaupten, dass sein Babypuder und andere Talkprodukte Eierstockkrebs verursachen.
Dieser Vergleich umfasst etwa 76.000 Ansprüche, einschließlich derjenigen, die in Bundes- und Staatsgerichten zusammengefasst wurden, und stellt nahezu alle verbleibenden talkbezogenen Ansprüche gegen das Unternehmen dar.
Der Vizepräsident für Rechtsstreitigkeiten von J & J, Erik Haas, bezeichnete die Ansprüche als 'unbegründet', erklärte jedoch, dass der Vergleich dem Unternehmen einen Abschluss bieten würde, sodass es sich auf die Entwicklung lebensrettender Medikamente und Geräte konzentrieren kann. Der Vergleich erfordert die Zustimmung von 95 % der Klägerinnen wegen Eierstockkrebs, bevor er endgültig wird.
Während J & J erwartet, 2027 3 Milliarden Dollar zu zahlen, könnte die Gesamtauszahlung je nach Teilnahme am Vergleich 7 Milliarden Dollar übersteigen. Diese Vereinbarung folgt auf eine Reihe von Gerichtssiegen für J & J, einschließlich eines kürzlichen Urteils, das die Fähigkeit einzelner Kläger in Frage stellte, ihre Ansprüche zu beweisen.
Das Unternehmen hat konsequent bestritten, dass seine Talkprodukte mit Krebs in Verbindung stehen, und stellte 2020 den Verkauf von talkbasiertem Babypuder in den USA ein, um auf eine Maisstärke-Alternative umzusteigen.
Der Vergleich gilt nur für bestehende Ansprüche und deckt keine zukünftigen Klagen ab, was eine schnellere Auszahlung an aktuelle Kläger im Vergleich zu früheren Insolvenzangeboten ermöglicht.
Diese Lösung könnte J & J's finanzielle Aussichten stabilisieren und das Vertrauen der Investoren wiederherstellen, da sie eine erhebliche rechtliche Belastung beseitigt und dem Unternehmen ermöglicht, sich auf seine Kernbetriebsabläufe zu konzentrieren.