Bundesbank-Präsident Joachim Nagel äußerte Bedenken hinsichtlich der anhaltenden Inflation während eines Interviews beim Forum für Zentralbankwesen der Europäischen Zentralbank in Sintra, Portugal.
Er wies darauf hin, dass der Preisschock bei Energie aufgrund der anhaltenden geopolitischen Spannungen die Wirtschaft weiterhin beeinflusst, was darauf hindeutet, dass die Inflationsraten deutlich über den Zielwerten bleiben könnten.
Diese Warnung erfolgt im Kontext eines fragilen Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran, wobei Präsident Donald Trump Treffen zwischen Delegationen beider Länder in Doha, Katar, ankündigte.
Anfang dieses Monats erhöhte die Europäische Zentralbank ihren Leitzins zum ersten Mal seit 2023 und führte diese Entscheidung auf inflationsbedingte Druckfaktoren im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran zurück.
Nagel räumte ein, dass die Zinserhöhung angemessen war, die zukünftige Entwicklung der Geldpolitik jedoch aufgrund der unvorhersehbaren Situation im Nahen Osten ungewiss bleibt. Er betonte die Notwendigkeit von Geduld und erklärte, dass die aktuellen Umstände weiterhin unklar sind und die Stabilität der Region noch bestimmt werden muss.