In einem kürzlichen Interview enthüllte der Vorsitzende des Ausschusses für Aufsicht des Hauses, James Comer, dass Jes Staley, der Leiter des Investmentbankings bei JPMorgan Chase war, angeblich die Bank ermutigte, Jeffrey Epstein trotz bestehender interner Warnungen über Epsteins kriminellen Hintergrund als Kunden zu behalten.
Comer hob hervor, dass es innerhalb von JPMorgan 'rote Flaggen' bezüglich Epstein gab, dennoch verteidigte Staley ihre Beziehung und setzte sich für Epsteins fortgesetzte Unterstützung ein.
Staley, der über drei Jahrzehnte hinweg Epsteins Privatbanker war, hatte eine persönliche Verbindung zu ihm, wie über 1.000 zwischen ihnen ausgetauschte E-Mails belegen, in denen Staley Epstein als 'Familie' bezeichnete. Nach seiner Zeit bei JPMorgan wurde Staley CEO von Barclays, trat jedoch 2021 aufgrund regulatorischer Prüfungen über seine Offenlegungen zu seiner Beziehung mit Epstein zurück.
Anschließend sah er sich einem Verbot von der britischen Finanzbranche wegen irreführender Angaben gegenüber den Aufsichtsbehörden gegenüber. Im Jahr 2023 einigte sich JPMorgan auf Vergleiche in Höhe von 290 Millionen Dollar im Zusammenhang mit Epsteins Opfern und erreichte einen separaten Vergleich von 75 Millionen Dollar mit den Amerikanischen Jungferninseln, alles ohne ein Schuldeingeständnis.
Die laufende Untersuchung von Staleys Handlungen wirft Fragen zu den internen Kontrollen von JPMorgan auf und könnte die zukünftigen Geschäfte und regulatorischen Beziehungen der Bank beeinflussen.