Am Dienstag fielen die Aktien von Hanwha Ocean um etwa 23%, nachdem der kanadische Premierminister Mark Carney bekannt gab, dass das deutsche Unternehmen Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) der bevorzugte Anbieter für die nächste U-Boot-Flotte Kanadas sein würde.
Der Vertrag, dessen Wert auf bis zu 100 Milliarden Dollar über drei Jahrzehnte geschätzt wurde, stellt einen erheblichen Rückschlag für Hanwha Ocean dar. Der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung erkannte die Enttäuschung an, betonte jedoch die Bedeutung von Durchhaltevermögen angesichts von Herausforderungen.
Die U-Boot-Plattform von TKMS wird bereits von Deutschland und Norwegen genutzt, was die Verteidigungsbindungen zwischen diesen NATO-Verbündeten verstärkt.
TKMS erklärte, dass dieser Vertrag ein neues Kapitel in der Verteidigungskooperation markiert und Kanadas Zugang zu europäischen Verteidigungsnetzwerken angesichts des zunehmenden Drucks von US-Präsident Donald Trump bezüglich der NATO-Verteidigungsausgaben verbessert.
Vina Nadjibulla, Vizepräsidentin für Forschung und Strategie der Asia Pacific Foundation of Canada, bemerkte, dass Kanadas Wahl von TKMS nicht als Ablehnung Südkoreas angesehen werden sollte, sondern vielmehr als Reflexion des Einflusses der NATO und des Bedarfs an integrierten Verteidigungsfähigkeiten.