Goldman Sachs hat angedeutet, dass asiatische Aktien weiteres Wachstumspotenzial haben, nachdem sie in der ersten Jahreshälfte einen starken Anstieg verzeichneten. Die Bank betont die Bedeutung der Diversifizierung in Rohstoffe, insbesondere Kupfer und Gold, da geopolitische Spannungen die langfristige Nachfrage nach Metallen und Energieinfrastruktur erhöhen.
In ihrem Ausblick für die zweite Jahreshälfte für Asien empfiehlt Goldman, dass Investoren sich auf Sektoren konzentrieren, die voraussichtlich überdurchschnittlich abschneiden werden, wie Technologiehardware, Investitionsgüter und Banken, insbesondere in Nordasien, einschließlich Südkorea, Taiwan, Japan und dem A-Aktienmarkt Chinas.
Die Bank prognostiziert, dass der MSCI Asia Pacific ex-Japan Index mittlere zweistellige Renditen erzielen könnte, angetrieben von signifikanten Gewinnwachstumsprognosen von 60 % im Jahr 2026 und 22 % im Jahr 2027. Goldman weist auch darauf hin, dass fast 80 % der Performance des regionalen Marktes in diesem Jahr auf das Gewinnwachstum oder Anpassungen der Gewinnprognosen zurückzuführen sind.
Sie raten davon ab, in unterdurchschnittliche Sektoren zu rotieren, und schlagen stattdessen vor, sich auf strukturelle Gewinner in der KI-Infrastruktur, der Energieerzeugung und der Verteidigung zu konzentrieren.
In Bezug auf Rohstoffe glaubt Goldman, dass die anhaltenden geopolitischen Spannungen, insbesondere im Persischen Golf, die Nachfrage nach Industriemetallen verstärken werden, wobei für Kupfer erwartet wird, dass die Nachfrage das Angebot über Jahre übersteigen wird.
Die Bank hat ihre Prognose für den Kupferpreis zum Ende 2026 auf 13.735 USD pro Tonne angehoben und erwartet, dass die Preise bis 2035 etwa 15.000 USD erreichen müssen, um neues Angebot zu fördern.
Darüber hinaus behält Goldman eine optimistische Prognose für Gold bei und erwartet, dass die Preise bis Ende 2026 4.900 USD pro Unze erreichen, unterstützt durch Käufe der Zentralbanken und Diversifizierung von traditionellen Reserveanlagen.