In diesem Jahr haben Aktien im Bereich der künstlichen Intelligenz erhebliches Marktinteresse geweckt, aber Finanzaktien treten nun als potenzielle Durchbruchskandidaten auf. Laut einer Analyse von CNBC des S&P 500 handeln etwa 25 % der Finanzaktien, also 20 von 76, innerhalb von 10 % ihrer 52-Wochen-Hochs, nachdem sie seit über 100 Tagen keine neuen Höchststände erreicht haben.
Zu den bemerkenswerten Unternehmen in dieser Gruppe gehören große Banken wie JPMorgan Chase, Bank of America und US Bancorp sowie Versicherer wie Chubb und Travelers. Der Invesco KBW Bank ETF (KBWB) verzeichnete im Juni einen Anstieg von über 8 % und übertraf damit den Halbleitersektor, und erreichte kürzlich ein Allzeithoch seit seiner Gründung im Jahr 2011.
Die jüngste Performance dieser Finanzaktien erfolgt, während Investoren das Wirtschaftswachstum und die Zinserwartungen neu bewerten, insbesondere im Hinblick auf das bevorstehende Treffen von Kevin Warsh als Vorsitzender der Federal Reserve.
Analysten von Bank of America schlagen vor, dass trotz einer abflachenden Zinskurve, die typischerweise negativ betrachtet wird, die Fundamentaldaten der Banken historisch stark geblieben sind während solcher Perioden. Diese Widerstandsfähigkeit spiegelt sich im durchschnittlichen Wachstum von 7 % beim Nettogewinn über sieben Bären- und Abflachungszyklen seit den 1970er Jahren wider.
Darüber hinaus haben Sach- und Unfallversicherer von steigenden Prämien und verbessertem Anlageertrag profitiert, was die Stärke des Finanzsektors weiter anzeigt. Für Investoren, die über KI hinausblicken, bietet der Finanzsektor eine bedeutende Gelegenheit für potenzielle Durchbrüche.