Der Vorsitzende der Fed, Kevin Warsh, steht einem überwiegend hawkischen Ausschuss gegenüber, während die Zinssätze diskutiert werden

06/17/2026, 06:36 AM research finance

Die Ernennung von Kevin Warsh zum Vorsitzenden der Federal Reserve erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Stimmung im Ausschuss in Richtung einer hawkischen Haltung verschoben hat. Eine Analyse von Deutsche Bank zeigt, dass 11 Mitglieder nun hawkisch, fünf neutral und nur ein Mitglied dovish sind.

Dieser Trend deutet darauf hin, dass der Ausschuss zunehmend besorgt über Inflationsrisiken ist, was sich in den Markt-Futures widerspiegelt, die eine 60%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Dezember anzeigen. Zu den hawkischsten Mitgliedern gehören die regionalen Fed-Präsidenten Beth Hammack, Lorie Logan und Neel Kashkari.

Warshs frühere Kommentare zur künstlichen Intelligenz deuten auf ein Potenzial für Wachstum ohne Inflation hin, aber er hat als Vorsitzender noch keine detaillierte Strategie vorgelegt. Analysten, darunter Michael Feroli von JPMorgan, schlagen vor, dass Warsh dem Ausschuss einen starken Fall präsentieren muss, was angesichts der aktuellen Zusammensetzung und Stimmung herausfordernd sein könnte.

Die Struktur der Fed erschwert zudem sofortige Änderungen, da wichtige Positionen bis 2027 oder später nicht rotieren werden, was Warsh dazu zwingt, sich in einem komplexen Umfeld zurechtzufinden, während er versucht, die Geldpolitik zu beeinflussen.

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