Am Freitag war der US-Dollar auf einen signifikanten wöchentlichen Rückgang vorbereitet, wobei der Dollar-Index um 0,58 % für die Woche fiel und damit den größten Rückgang seit Anfang April markierte. Dieser Rückgang folgte auf einen schwachen Arbeitsmarktbericht für Juni, in dem die Nonfarm-Löhne nur um 57.000 stiegen und damit die erwarteten 110.000 verfehlten.
Die Erwerbsquote fiel ebenfalls auf 61,5 %, den niedrigsten Stand seit über fünf Jahren, was die Händler dazu veranlasste, ihre Erwartungen für eine Zinserhöhung der Federal Reserve im September auf 52 % zu senken, von zuvor 64 %.
Der Euro und das Pfund Sterling gewannen an Stärke, wobei der Euro bei 1,1442 $ und das Pfund bei 1,3361 $ lag, während auch der australische und neuseeländische Dollar Gewinne verzeichneten. Die Renditen von US-Staatsanleihen fielen, insbesondere bei zweijährigen Anleihen, die um 4 Basispunkte sanken.
Sim Moh Siong, ein FX-Strategist bei OCBC, bemerkte, dass die Arbeitsmarktdaten dovish sind und Bedenken über einen überhitzten Arbeitsmarkt und aggressive geldpolitische Straffungen verringern. In der Zwischenzeit wertete der japanische Yen auf 161,01 pro Dollar auf und erholte sich von mehrjährigen Tiefstständen, als der Dollar schwächer wurde.
Japanische Beamte haben einen gezielteren Ansatz zur Intervention im Währungsmarkt angedeutet, und Toshihiro Nagahama, ein wirtschaftlicher Berater, schlug vor, dass die Bank von Japan die Zinssätze weiterhin moderat erhöhen sollte, um dem Rückgang des Yen entgegenzuwirken.
Analysten beobachten den Dollar-Yen-Wechselkurs genau, insbesondere die 162,83-Marke, da zukünftige Bewegungen von den US-Wirtschaftsdaten und Entwicklungen auf dem japanischen Anleihemarkt abhängen werden.