Der Bull- und Bear-Indikator der Bank of America hat einen Wert von 9,4 erreicht, was auf ein extremes bullisches Sentiment unter den Investoren hinweist, das durch Erwartungen an ein günstiges makroökonomisches Umfeld, einschließlich robuster Ausgaben für künstliche Intelligenz und einer tauben Federal Reserve, angetrieben wird.
Allerdings hat die Rallye am Aktienmarkt seit Anfang Juni aufgrund gemischter Signale bezüglich der Gaspreise und Skepsis über zukünftige KI-Gewinne an Schwung verloren. Michael Hartnett von BofA warnt, dass solch hohe Optimismusniveaus als konträres Verkaufssignal dienen könnten und rät den Investoren, ihre Aktienexposition, insbesondere in hochvolatilen Aktien, zu reduzieren.
Während einige Analysten glauben, dass die bevorstehende Gewinnsaison im zweiten Quartal, die ein Wachstum von über 20 % für den S&P 500 prognostiziert, als Katalysator für Markgewinne wirken könnte, äußern andere Bedenken, dass Unternehmen möglicherweise Kosten aufschieben, während sie Vorteile vorziehen.
Jim Paulsen von Paulsen Perspectives hebt hervor, dass historisch gesehen, wenn Aktienpreise und Gewinne pro Aktie die Trenddurchschnitte überschreiten, die zukünftige Marktperformance tendenziell enttäuschend ist.
Darüber hinaus gibt es Befürchtungen, dass steigende Inflation die Gewinnerwartungen negativ beeinflussen könnte, insbesondere angesichts der eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Trotz dieser Bedenken zeigten die wichtigsten Aktienindizes nach schwächer als erwarteten Verbraucherpreisdaten für Juni Gewinne.