Die Außenminister Russlands und Deutschlands trafen sich während der U.N.-Generalversammlung in New York, die ersten Gespräche seit Russlands Invasion in der Ukraine im Jahr 2022. Die Beziehungen waren angespannt, insbesondere nach einem Drohnenvorfall in Deutschland im August.
Der russische Außenminister Sergey Lavrov äußerte Skepsis gegenüber den Gesprächen und erklärte, er habe von seinem deutschen Amtskollegen Johann Wadephul nichts Neues erfahren. Trotz der frostigen Atmosphäre diskutierten die Minister über den Krieg in der Ukraine und die bilateralen Beziehungen.
Wadephul forderte Lavrov auf, die Getreideexporte über das Schwarze Meer zu erleichtern, und betonte die Dringlichkeit aufgrund der Nahrungsmittelengpässe in vielen Ländern, insbesondere im Globalen Süden. Lavrov erwähnte laufende Gespräche mit Indien, Ägypten und der Türkei über sichere Navigation im Schwarzen Meer und machte die Ukraine für Angriffe auf Schiffe verantwortlich.
Wadephul bekräftigte Deutschlands Position zur Aggression Russlands und forderte einen Waffenstillstand, der sich auf Getreideexporte und die Energieinfrastruktur konzentriert. Das Treffen spiegelt das empfindliche Gleichgewicht der Diplomatie amid anhaltendem Konflikt wider und hebt die kritische Notwendigkeit der Zusammenarbeit zur Bewältigung globaler Fragen der Ernährungssicherheit hervor.