Die Aktien von AstraZeneca fielen um 6,2 % nach der Ankündigung des gescheiterten späten Tests für Wainua, ein Medikament zur Behandlung der ATTR-Kardiomyopathie, dessen Misserfolg nicht erwartet wurde, um die Finanzen des Unternehmens erheblich zu beeinflussen.
Analysten schätzten, dass das Scheitern der Studie die Bewertungen nur um 2-4 % reduzieren würde, dennoch deutet der Rückgang der Aktie auf eine breitere Besorgnis hinsichtlich der Glaubwürdigkeit des Arzneimittelportfolios von AstraZeneca hin.
Historisch gesehen hat AstraZeneca unter CEO Pascal Soriot eine starke Erfolgsbilanz bei klinischen Studien vorzuweisen, was zu hohen Erwartungen der Anleger geführt hat. Das Scheitern von Wainua, obwohl es kein wesentlicher Umsatztreiber ist, hat Anleger dazu veranlasst, zu hinterfragen, ob das ehrgeizige Verkaufsziel des Unternehmens von 80 Milliarden US-Dollar bis 2030 noch erreichbar ist.
Analysten von Jefferies und Citi sind der Meinung, dass die langfristige Wachstumsstory intakt bleibt, aber der Rückschlag hat die Prüfung der bevorstehenden Studienergebnisse, insbesondere für wichtige Medikamente wie AVANZAR und SERENA-4, verstärkt.
Während AstraZeneca sich auf wichtige Datenveröffentlichungen in den kommenden Monaten vorbereitet, wird die Anlegerstimmung wahrscheinlich von diesen Ergebnissen abhängen, wobei viele Analysten die Aktie trotz der jüngsten Volatilität weiterhin als Kauf empfehlen.