Die USA haben ihre militärischen Aktionen gegen den Iran intensiviert und die zehnte aufeinanderfolgende Nacht von Luftangriffen abgeschlossen, während die Houthis im Jemen ein maritimes Embargo gegen Saudi-Arabien erklärt haben. Diese Eskalation hat bei Ökonomen Bedenken hinsichtlich der potenziellen Auswirkungen steigender Energiepreise auf Verbraucher und die breitere Wirtschaft ausgelöst.
Trotz dieser Spannungen hat der S&P 500 Resilienz gezeigt, ist nur marginal gefallen und bleibt nahe seinem Allzeithoch. Analysten schlagen vor, dass die derzeitige Stabilität des Marktes auf der Annahme beruht, dass weder die USA noch der Iran einen umfassenden Krieg wünschen, da beide wirtschaftlich leiden würden.
Der jüngste Anstieg der Ölpreise, bei dem Brent-Rohöl kurzzeitig über 90 Dollar pro Barrel stieg, könnte jedoch zu Anpassungen der Inflationserwartungen und der Geldpolitik führen, was die Unternehmensgewinne beeinflussen könnte. Art Hogan, Chief Market Strategist bei B.
Riley Wealth, bemerkte, dass anhaltend hohe Ölpreise möglicherweise nach unten korrigierte Gewinnschätzungen erforderlich machen könnten. Während Sektoren wie Technologie möglicherweise von den Anstiegen der Energiepreise abgeschottet bleiben, werden Branchen, die auf Treibstoff angewiesen sind, wie Fluggesellschaften, voraussichtlich vor Herausforderungen stehen.
Mark Zandi von Moody's Analytics hob hervor, dass der durchschnittliche amerikanische Haushalt bereits etwa 1.100 Dollar aufgrund steigender Energiekosten verloren hat, was die Verbraucher-Ausgaben weiter belasten könnte. Mit steigenden Benzinpreisen beobachten Ökonomen genau die Möglichkeit einer erhöhten Inflation und deren Auswirkungen auf die Geldpolitik der Federal Reserve.
Der Verbraucherpreisindex wird voraussichtlich höhere Benzinpreise widerspiegeln, obwohl die Kerninflation möglicherweise nicht entsprechend ansteigt, was der Fed ermöglichen könnte, die aktuellen Zinssätze beizubehalten.
Einzelhändler könnten Veränderungen im Verbraucherverhalten feststellen, da Haushalte sich an die steigenden Kosten anpassen, wobei wertorientierte Geschäfte wahrscheinlich profitieren, da Verbraucher versuchen, ihre Budgets angesichts dieser wirtschaftlichen Drucksituationen zu verwalten.