Der jüngste Rückgang des Aktienmarktes in Südkorea hat Privatanleger, die stark in gehebelte börsengehandelte Fonds (ETFs) investiert haben, die an große Halbleiterunternehmen gekoppelt sind, stark getroffen. Seit ihrer Einführung am 27.
Mai haben diese ETFs 14 Billionen Won (9,4 Milliarden US-Dollar) von inländischen Investoren angezogen, was im krassen Gegensatz zu den 2 Billionen Won von ausländischen Investoren steht. Der KODEX SK Hynix Single Stock Leverage ETF ist seit seinem Höchststand im Juni um etwa 70% gefallen, was zu weit verbreitetem Unmut unter den Anlegern geführt hat, wie Kommentare in Online-Handelsforen zeigen.
Analysten, darunter Jung In Yun von Fibonacci Asset Management, stellen fest, dass die Verluste überwiegend inländische Privatanleger betreffen, von denen viele keine Neulinge sind, sondern Personen in ihren 40ern und 50ern, die sich mit der Hebelung ihrer Investitionen wohlfühlen.
Die Bank von Korea hat einen Rekordhoch bei gehebelten Aktieninvestitionen unter Privatanlegern gemeldet, was Bedenken hinsichtlich möglicher Volatilität während Marktkorrekturen aufwirft.
Als Reaktion auf die Situation haben südkoreanische Aufsichtsbehörden strengere Regeln für den Handel mit diesen gehebelten ETFs eingeführt und die Mindestanforderung an Bargeld von 3 Millionen Won auf 30 Millionen Won erhöht.
Marktexperten warnen, dass das aktuelle Umfeld zu einem längeren Rückgang führen könnte, wenn die Volatilität anhält, wobei einige darauf hinweisen, dass der Halbleitersektor mit sowohl privaten als auch institutionellen Investitionen überfüllt geworden ist.