Amazon hat einen Antrag bei der Federal Communications Commission (FCC) eingereicht, um den Start von bis zu 5.105 Satelliten im Rahmen seiner Direkt-zu-Gerät (D2D) Netzwerkinitiative zu genehmigen. Dieser Schritt folgt auf die Ankündigung von Amazon im April bezüglich der Übernahme des Satellitenbetreibers Globalstar für etwa 11,6 Milliarden Dollar.
Das D2D-Netzwerk zielt darauf ab, Internetverbindungen direkt an Geräte wie Smartphones zu liefern, indem traditionelle Mobilfunkmasten umgangen werden, und konzentriert sich besonders darauf, Nutzer in Gebieten ohne angemessenen drahtlosen Service zu erreichen.
Der Antrag unterstreicht Amazons Absicht, Notfalleinsätze zu unterstützen und die Konnektivität für abgelegene Arbeitsplätze und Lieferketten zu verbessern. Das Unternehmen erwartet, dass die Übernahme von Globalstar bis 2027 abgeschlossen sein wird, wobei der Start des D2D-Netzwerks für 2028 geplant ist.
Derzeit betreibt Amazon über 390 Satelliten und plant, bis Juli 2029 alle 3.232 Satelliten seiner Konstellation zu starten. Diese Initiative positioniert Amazon, um direkt mit SpaceX's Starlink zu konkurrieren, das sich als führender Anbieter von Internetdiensten in niedrigen Erdorbits mit über 10.000 Satelliten etabliert hat.
Darüber hinaus wird Amazons D2D-Netzwerk auch Konkurrenz von Starlink Mobile gegenüberstehen, das in Partnerschaft mit T-Mobile in den USA einen Direkt-zu-Handy-Service anbietet.