Europäische Entscheidungsträger, darunter Nikhil Rathi, CEO der britischen Financial Conduct Authority, erkennen die Herausforderungen an, die durch die schnelle Entwicklung der künstlichen Intelligenz im Finanzsektor entstehen. Rathi betonte, dass die traditionellen Regulierungszyklen für das Tempo des technologischen Wandels unzureichend sind, insbesondere mit dem Aufstieg der agentischen KI.
Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank, wies darauf hin, dass KI zwar die Produktivität steigern kann, sie jedoch auch erhebliche Risiken mit sich bringt, insbesondere da sich die Technologie schnell weiterentwickelt.
Sarah Breeden, stellvertretende Gouverneurin der Bank of England, warnte, dass die zunehmende Nutzung autonomer KI die Marktvolatilität erhöhen könnte, und schlug vor, dass neue Aufsichtsmechanismen, ähnlich wie Circuit Breaker, notwendig sein könnten, um potenzielle Marktstörungen zu mildern.
Darüber hinaus besteht unter den Regulierungsbehörden Einigkeit, dass Europa bei Investitionen und Innovationen im Bereich KI hinterherhinkt, was seine Wettbewerbsfähigkeit auf dem globalen Markt beeinträchtigen könnte.
Rathi schloss mit der Feststellung, dass es zwar entscheidend ist, Innovationen zu fördern, es ebenso wichtig ist, sicherzustellen, dass die regulatorischen Rahmenbedingungen die damit verbundenen Risiken effektiv überwachen und managen können.