Die Investition in das Umm Shaif Gas Cap, ein bedeutendes Offshore-Öl- und Gasfeld, ist Teil von Abu Dhabis Strategie zur Erweiterung seiner Erdgasproduktion und der Exporte von verflüssigtem Erdgas (LNG).
Dieses Projekt ist besonders wichtig angesichts der jüngsten Störungen im Hormuskanal, einer kritischen Route für etwa 20 % des weltweiten LNG-Handels, die die Fragilität der globalen Energieversorgung verdeutlicht hat.
Das Umm Shaif Feld, das seit über sechs Jahrzehnten in Betrieb ist, wird in Zusammenarbeit mit TotalEnergies, Eni und der China National Petroleum Corporation entwickelt und soll täglich über 600 Millionen Standardkubikfuß Erdgas produzieren, was fast 10 % des aktuellen Gasverbrauchs der VAE entspricht. Die Produktion wird voraussichtlich bis 2030 beginnen.
Diese Initiative steht im Einklang mit dem Ziel der VAE, ihre Gasreserven zu monetarisieren und die nationale Energiesicherheit zu verbessern, während sie sich als wichtiger Akteur auf dem globalen LNG-Markt positioniert. Die VAE, die über die siebtgrößten nachgewiesenen Gasreserven weltweit verfügen, streben an, ihre LNG-Kapazität bis 2035 auf 47 Millionen metrische Tonnen pro Jahr zu erhöhen.
Die Dringlichkeit dieser Strategie wird durch die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten, die die Energiemärkte stören, und das bevorstehende Auslaufen eines entscheidenden Gasliefervertrags mit Katar im Jahr 2032, der derzeit ein Drittel des inländischen Gasbedarfs der VAE deckt, unterstrichen.