Am Mittwochmorgen blieben die Renditen der US-Staatsanleihen stabil, während die Investoren auf das Ergebnis des zweitägigen Treffens der Federal Reserve warteten. Die Benchmark-Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe blieb unverändert bei 5,004 %, während die 20- und 30-jährigen Anleihen bei 5,409 % bzw. 5,372 % stabil blieben.
Das Federal Open Market Committee der Fed wird voraussichtlich um 14 Uhr ET seine neueste geldpolitische Entscheidung bekannt geben, wobei die Futures eine Wahrscheinlichkeit von 92,5 % für eine Zinserhöhung um einen Viertelpunkt anzeigen, was einen signifikanten Anstieg von 33 % im Vormonat darstellt.
Jüngste Inflationsdaten zeigten, dass die jährliche Inflationsrate in den USA im August bei 3,4 % lag, und der Preisindex für persönliche Konsumausgaben stieg im Juli jährlich um 3,7 %, was zu Inflationssorgen beiträgt, da die Ölpreise über 100 $ pro Barrel bleiben. Dieser inflationsbedingte Druck hat die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe auf den höchsten Stand seit 2007 getrieben.
Brent Wilsey, Chief Investment Officer bei Wilsey Asset Management, bemerkte, dass, wenn die Fed beschließt, die Zinsen stabil zu halten, dies den Aktienmarkt negativ überraschen und möglicherweise die Glaubwürdigkeit der Fed gefährden könnte, insbesondere angesichts des anhaltenden politischen Drucks der Trump-Administration, die Zinsen zu senken.
Jonathan Pryor, Co-Leiter des Devisenhandels bei Marex, kommentierte die sich verändernde Landschaft der Geldpolitik und deutete an, dass die Fed nun ein komplexes Umfeld navigiert, in dem es zunehmend herausfordernd ist, die Kontrolle über die Inflation und die Markterwartungen in Einklang zu bringen.