Während einer kürzlichen Diskussion beim Forum der Europäischen Zentralbank betonte der Vorsitzende der Federal Reserve, Kevin Warsh, die Notwendigkeit, dass die Fed neue Technologien und Methoden zur Messung der Inflation annimmt.
Er erklärte, dass Inflation eine 'Wahl' sei und deutete an, dass die Fed verschiedene alternative Inflationskennzahlen über die traditionellen Maße hinaus erkunden würde. Warsh hat fünf Arbeitsgruppen eingerichtet, von denen eine sich auf die Datenanalyse und eine andere darauf konzentrieren wird, wie Inflation gemessen und darauf reagiert wird.
Diese Überprüfung zielt darauf ab, ein breiteres Spektrum an Datenpunkten zu integrieren, einschließlich solcher von anderen Zentralbanken und Maßnahmen des privaten Sektors, um die Herausforderungen der Lebenshaltungskosten besser zu verstehen, mit denen Verbraucher konfrontiert sind.
Aktuelle gängige Indikatoren zeigen eine Inflation von über dem Zielwert von 2% der Fed, wobei der Verbraucherpreisindex bei 4,2% und die Kerninflation bei 2,9% liegt. Alternative Maßnahmen, wie der bereinigte Durchschnitt der Dallas Fed mit 2,4% und der Index von Truflation mit 1,75%, deuten jedoch auf unterschiedliche inflationsbedingte Druckverhältnisse hin.
Warshs Ansatz zeigt einen signifikanten Wandel in den Kriterien der Fed für die Geldpolitik, mit dem Ziel, ein reaktionsschnelleres und genaueres Verständnis der Inflationsdynamik zu erlangen, was letztlich die Entscheidungen über Zinssätze und die Markterwartungen beeinflussen könnte.