Senatorin Elizabeth Warren hat Alarm geschlagen über die Entscheidung der Trump-Administration im Juli, die Exportkontrollen für die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) zu lockern, nachdem erhebliche Investitionen von mit den VAE verbundenen Unternehmen in ein Kryptowährungsprojekt getätigt wurden, das mit Präsident Trump verbunden ist.
In einem Schreiben an Handelsminister Howard Lutnick forderte Warren die Veröffentlichung von Analysen zur nationalen Sicherheit und erkundigte sich, ob Bedenken seitens des Verteidigungs-, Außen- oder Energieministeriums hinsichtlich der potenziellen Umleitung sensibler US-Technologie nach China oder Iran geäußert wurden.
Sie hob die Beteiligung von Scheich Tahnoon bin Zayed Al Nahyan, dem nationalen Sicherheitsberater der VAE, hervor, der mit einer Investition von 500 Millionen US-Dollar in das mit der Trump-Familie verbundene Unternehmen World Liberty Financial in Verbindung steht.
Diese Investition führte Berichten zufolge zu Sitzen im Vorstand für VAE-Unternehmen und erleichterte eine Investition von 2 Milliarden US-Dollar in die Kryptowährungsbörse Binance.
Die jüngste Einstufung der VAE durch das Handelsministerium als Country Group A:5 ermöglicht lockerere Exportkontrollen, die den Zugang zu fortschrittlicher Computertechnik für VAE-Firmen, einschließlich G42 und deren Tochtergesellschaft Core42, erleichtern.
Warren kritisierte diese Entscheidung als Abkehr von etablierten Praktiken und wies darauf hin, dass die VAE nicht an wichtigen internationalen Exportkontrollvereinbarungen teilnehmen. Sie äußerte Bedenken, dass sensible Technologie an verbotene Nutzer gelangen könnte, insbesondere angesichts der Verbindungen der VAE zu chinesischen Militär- und Geheimdienstbehörden.
Das Handelsministerium verteidigte seine Maßnahmen mit dem Hinweis auf den Status der VAE als bedeutenden Verteidigungspartner der USA, doch Warrens Anfrage unterstreicht die Komplexität und potenziellen Interessenkonflikte an der Schnittstelle von nationaler Sicherheit und privatem Investment.