Andy Burnham, der am Montag sein Amt als Premierminister antreten wird, hat seine Absicht angekündigt, das umstrittene digitale ID-Programm abzulehnen, dessen Kosten auf rund 1,8 Milliarden Pfund (2,4 Milliarden Dollar) über drei Jahre geschätzt wurden.
Diese Entscheidung ist Teil seiner Strategie, dringende Themen wie die Lebenshaltungskosten zu priorisieren, die für viele Briten zu einem erheblichen Anliegen geworden sind. Ein Sprecher von Burnham betonte, dass die zuvor für das ID-Programm vorgesehenen Mittel nun in Bereiche mit größerem Bedarf umgeleitet werden.
Die digitale ID-Initiative, die darauf abzielte, illegaler Migration entgegenzuwirken, wurde von einem interparteilichen Ausschuss kritisiert und von Gesetzgebern zuvor als 'Fiasko' bezeichnet.
Julia Lopez, eine konservative Abgeordnete, kritisierte die Labour-Partei dafür, Gelder für das Projekt zu verschwenden, während Lucy Powell, stellvertretende Vorsitzende der Labour-Partei, feststellte, dass die Einsparungen durch die Streichung des Programms zwar bescheiden sein mögen, jedoch einen Wandel hin zu dringenderen Regierungsprioritäten darstellen.
Darüber hinaus bestätigte Powell, dass Burnham an der Haltung der vorherigen Regierung zum Öl- und Gasbohren in der Nordsee festhalten werde, was auf eine Kontinuität in bestimmten Energiepolitiken trotz des Führungswechsels hinweist.