Mit der Eskalation des Konflikts im Iran verzeichneten Donald Trumps Investitionskonten erhebliche Gewinne aus seinen Beteiligungen an großen Öl- und Gasunternehmen, wobei die geschätzten Zuwächse zwischen 1,5 Millionen und 4,4 Millionen Dollar zwischen dem 27. Februar und dem 31. August lagen. Trumps neun größte Beteiligungen umfassen unter anderem Chevron, Exxon Mobil und ConocoPhillips.
Trotz der Behauptungen des Weißen Hauses, dass Trumps Investitionen unabhängig verwaltet werden, fiel der Zeitpunkt seiner Geschäfte mit bedeutenden Marktbewegungen im Zusammenhang mit dem Krieg zusammen, was zu einer Überprüfung führte, ob seine finanziellen Interessen seine politischen Entscheidungen beeinflussten.
So berichteten Trumps Konten beispielsweise nach einem US-israelischen Angriff auf den Iran von Käufen von Energiewerten, und er verkaufte Exxon-Aktien kurz bevor er einen Waffenstillstand ankündigte, was zu einem Rückgang des Aktienkurses von Exxon führte.
Kritiker, darunter Donald Sherman von Citizens for Responsibility and Ethics in Washington, argumentieren, dass die Optik dieser Transaktionen ernsthafte ethische Fragen über die Schnittstelle von Trumps finanziellen Interessen und seiner Rolle als Präsident aufwirft.
Darüber hinaus schätzte ein Bericht von kongressdemokratischen Abgeordneten, dass Trumps breiteres Öl- und Gasportfolio in diesem Jahr um bis zu 15,5 Millionen Dollar an Wert gewonnen haben könnte, was Forderungen nach Untersuchungen seiner Handelsaktivitäten und Geschäftsinteressen im Zusammenhang mit dem Nahen Osten nach sich zog.
Diese Situation verdeutlicht das Potenzial für Interessenkonflikte, wenn die finanziellen Interessen eines Präsidenten direkt mit Branchen verbunden sind, die von seinen politischen Entscheidungen betroffen sind.