Während einer Pressekonferenz nach der Entscheidung der Federal Reserve, den Leitzins um einen Viertelprozentpunkt zu erhöhen, charakterisierte Vorsitzender Kevin Warsh den Schritt als das Entfernen 'einer Dosis der Unterstützung' und nicht als eine Straffung der Politik.
Diese Formulierung deutet darauf hin, dass die Fed sich auf weitere Zinserhöhungen vorbereitet, während sie die Stärke der Wirtschaft und die finanziellen Bedingungen bewertet. Analysten, darunter Krishna Guha von Evercore ISI, bemerkten, dass Warshs Wortwahl auf einen Wandel im Ansatz der Fed hinweist, was möglicherweise zu einer offeneren Anzahl von Erhöhungen führen könnte.
Die Fed hat das Ziel, die Inflation auf 2% zurückzuführen, und Warshs Äußerungen implizieren, dass die Zinsen steigen müssen, bis die finanziellen Bedingungen nicht mehr als unterstützend angesehen werden. Nach der Ankündigung verschoben sich die Markterwartungen, wobei Goldman Sachs und Bank of America zusätzliche Erhöhungen im Oktober und Dezember prognostizierten.
Die vom Markt implizierten Chancen für eine Erhöhung im Oktober stiegen auf 58%, von 42% in der Vorwoche. Ökonomen wie James Egelhof von BNP Paribas Securities betonten, dass die aktuelle geldpolitische Haltung stimulierend ist, was darauf hindeutet, dass bedeutendere Zinserhöhungen notwendig sein könnten, um die Wirtschaft zu stabilisieren und eine Überhitzung zu verhindern.
Insgesamt haben Warshs Kommentare zu einer erhöhten Spekulation über die zukünftigen Maßnahmen der Fed geführt, wobei die Terminmärkte auf einen potenziellen Leitzins von 4,635% bis Ende 2027 hindeuten, was mehrere weitere Erhöhungen erfordern würde, um die zuvor unter dem ehemaligen Vorsitzenden Jerome Powell vorgenommenen Zinssenkungen rückgängig zu machen.